Wie und wo anfangen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Golf spielen kennen zu lernen. Entweder Sie nehmen an einem Schnupperkurs in einem Golfclub teil oder Sie spielen auf einer öffentlichen Golfanlage in der Schweiz oder im Ausland. Es gibt auch die sogenannten, öffentlichen, Driving-Ranges, wo man die ersten Bälle schlagen kann. Der Vorteil beim Schnupperkurs ist, dass Sie von Anfang an in der Obhut eines erfahrenen Golftrainers sind und sie die Golfausrüstung zur Verfügung gestellt bekommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie zumeist in einer kleinen Gruppe unterrichtet werden. Die Gruppe sollte jedoch nicht mehr als 6 Teilnehmer pro Golflehrer  gross sein, damit Sie genügend Aufmerksamkeit erhalten.
 
Sie suchen nach einem Golfclub oder eine öffentliche Golfanlage in der Nähe. Diese Suche können Sie auf dieser Webseite unter dem Kapitel „Golfclubs“ vornehmen. Telefonisch oder über die Webseite des entsprechenden Golfclubs können Sie sich dann darüber informieren, wann der nächste Schnupperkurs angeboten wird.

Bei der Anmeldung zum Schnupperkurs stellt sich oft die Frage nach der richtigen Kleidung. Melden Sie sich direkt beim Clubsekretariat, dort wird ihnen dann alles weitere erklärt.
Wenn Sie Kollegen oder Bekannte haben, die schon Golf spielen, fragen Sie diese ob sie mit Ihnen einmal ein paar Bälle auf einer Übungsanlage schlagen dürfen. Da merken Sie eventuell auch, ob Golf etwas für Sie sein könnte. Allerdings lohnt es sich in den allermeisten Fällen ein professioneller Unterricht, so kommen Sie schneller zu einem Erfolgserlebnis und mehr Freude am Spiel.

Viele Leute starten auch in den Ferien ihre ersten Golfversuche, da hat man mehr Zeit und ist entspannt.


Was Sie an Golfausrüstung wirklich benötigen

Wenn Ihre Familienangehörigen oder golfenden Kollegen Ihnen nicht zufällig eine komplette Golfausrüstung vererbt haben, stellen Sie sich als Golfeinsteiger zwangsläufig die Frage: „Was brauche ich eigentlich zum Golfspielen?“ Die Antwort ist einfach: Zum „Reinschnuppern“ benötigen Sie gar nichts – der Golfclub beziehungsweise dessen Golfschule oder die öffentliche Golfanlage stellen Ihnen in der Regel die Golfausrüstung vom Schläger bis zum Golfball kostenlos zur Verfügung. Und wenn Sie später eine eigene Ausrüstung kaufen möchten, muss das auch kein Vermögen kosten.

Unser Tipp: Gerade für den Start muss es nicht unbedingt eine nagelneue Ausrüstung sein. Schauen Sie mal im Golfclub, in dem Sie Unterricht nehmen, ans schwarze Brett – dort werden häufig gebrauchte Sets von anderen Clubmitgliedern zum Verkauf angeboten. Auch im Internet gibt es einen grossen Gebrauchtmarkt. Wenn Sie in Fragen der Ausrüstung unsicher sind, hilft Ihnen Ihr Golflehrer oder der Verkäufer im Pro-Shop gerne weiter.


Die Golfausrüstung

Schläger
Vierzehn Schläger darf jeder Golfer mit auf die Runde nehmen. Man unterscheidet Hölzer (für Abschlag und weite Schläge), Eisen (für das Spiel auf den Fairways, den Spielbahnen) und Putter (zum Einlochen auf dem Grün). Viele Einsteiger entscheiden sich zunächst für einen halben Schlägersatz. Nutzen Sie die Möglichkeiten zum Testen, die Ihnen der Pro-Shop im Club bietet. Eine eigene Ausrüstung gibt es ab wenigen hundert Franken.

Bälle
Sehr häufig werden Bälle „magisch“ von Wasserhindernissen oder hohem Gras angezogen und sind nicht mehr auffindbar. Sie sollten deshalb stets mehrere Bälle bei sich haben. Die meisten Pro-Shops bieten neben neuen Bällen auch eine Auswahl von wieder gefundenen Bällen an – eine preiswerte Alternative. Sie kosten in der Regel etwa einen Franken.

Schuhe
Der Anfänger braucht für das Üben auf der Driving Range nur Sportschuhe oder feste Schuhe mit Profilsohlen. Sobald es auf den Platz geht, werden Golfschuhe für einen festen Halt notwendig. Bequemlichkeit steht bei der Wahl der Schuhe im Vordergrund. Schliesslich sind bei einer Runde Golf über18 Löcher circa sieben bis zehn Kilometer zurückzulegen.

Golftasche
Leichte Golftaschen sind für den Einstieg am besten geeignet. Ideal sind Golftaschen (auch Golfbags genannt) mit eingebautem Ständer. Sie können entweder getragen oder wie grosse Taschen auf einen Karren (Caddywagen oder Trolley genannt) geschnallt und hinter sich hergezogen werden.

Marker
Um zu wissen, an welche Stelle man seinen Ball auf dem Grün zurückzulegen hat, wenn man ihn aufgenommen hat, weil er beispielsweise einen anderen Schlag behindert, kommen so genannte Marker zum Einsatz. Prinzipiell reicht eine Münze.

Pitchgabel
Um den Ball nahe an das Loch zu bringen, schlägt man Bälle oft in einem hohen Bogen (Pitch) auf das Grün. Da die Bälle dabei aus grosser Höhe auf dem empfindlichen Rasen des Grüns auftreffen, entstehen kleine Vertiefungen (Pitchmarken), die das Grün uneben machen und andere Spieler beim Putten behindern würden. Eine zwei-zinkige Gabel, die Pitchgabel, sollte deshalb zum Ausbessern der Pitchmarken immer in der Goltasche mit dabei sein.

Handschuh
Damit an der Handfläche und den Fingern keine Blasen entstehen und der Schläger sicher gehalten werden kann, verlassen sich Golfer auf den Golfhandschuh. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Rechtshänder einen Handschuh für die linke Hand brauchen und umgekehrt.

Tee
Tees sind Stifte, meist aus Holz, die man beim Abschlag in den Boden steckt und auf deren oberes Ende der Ball gelegt wird. Der Ball liegt dann etwas erhöht und kann leichter getroffen werden.

Was ist ein Handicap?
Eine der Besonderheiten beim Golf ist das sogenannte Handicap: Das ist ein System, das angewandt wird, um die Spielstärke von Golfspielern zu ermitteln und auf dessen Grundlage Spieler mit unterschiedlichen Spielstärken in Wettspielen unter Wahrung der Chancengleichheit miteinander konkurrieren können. Einfach gesagt: Je höher das Handicap, desto mehr Schläge werden vom effektiv erzielten Resultat abgezogen. Ein Spieler mit Handicap 36 darf auf den 18 Löchern also 36 Schläge mehr benötigen, als einer mit Handicap 0 um „netto“ das gleiche Resultat zu erzielen. Ein Spieler mit Handicap 18 darf entsprechend 18 Schläge mehr spielen etc. etc. Die Profis spielen immer ohne Handicap


Wie kommen Sie zu einem Handicap

Das erste offizielle Handicap ist 54. 

Erstmales Erlangen eines offizielles Handicap: siehe Seite 31 EGA Handicap System 2016-2019.



Tipps für den Anfänger
  1. Gruppenkurse sind nur dann lustig, wenn die Teilnehmerzahl auf maximal sechs Personen beschränkt ist – mehr Personen kann ein Pro nicht seriös betreuen
  2. Versuchen Sie einen Trainingsrhythmus auch ausserhalb der Unterrichtsstunden einzuhalten. Gerade am Anfang heisst es: üben, üben, üben
  3. Lassen Sie sich von Ihrem Golflehrer „Hausaufgaben“ geben. Das Üben zwischendurch sollte unbedingt zielgerichtet sein
  4. Passen Sie Ihre Ziele Ihrer persönlichen Situation an: Alter, Freizeit, Sportlichkeit. So bleibt Ihnen zu Beginn viel Frust erspart
  5. Geben Sie sich die nötige Zeit und werden Sie nicht gleich ungeduldig, sollte es zu Beginn nicht ganz nach Wunsch klappen. Gerade Golf ist ein Sport, der von der Erfahrung lebt
  6. Nutzen Sie das Angebot der Clubs, die Ihnen zu Beginn eine Ausrüstung (meist gratis) zur Verfügung stellen. Sollte Ihnen Golf doch nicht zusagen, haben Sie sich einiges erspart
  7. Steht der Kauf einer Ausrüstung an, macht der Vergleich sicher: Nutzen Sie bei so genannten Schläger-Testtagen in den Golfclubs die Möglichkeit, das für Sie ideale Gerät herauszutesten. Erlaubt ist, was Ihnen gefällt (und was Sie sich leisten wollen)
  8. Achten Sie bei der Wahl der Mitgliedschaft und des Golfclubs auf ihre individuellen Ansprüche.
  9. Wer häufig spielen möchte, wählt idealerweise den nächsten Platz um die Ecke, auch wenn er teurer sein mag als andere. Ökologie und Zeit werden es Ihnen danken