Politiker und Medien unterstützen Golf

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Die beiden Zürcher Regierungsräte Carmen Walker Späh und Mario Fehr, aber auch Nationalrat Marc Dobler setzen sich für die rasche Öffnung der Golf-Plätze ein. Dazu kommt ein starkes Ja im Meinungsbeitrag von René Stauffer im Tagesanzeiger.

Im Interview mit Tele Zueri drängt die Zürcher Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh auf eine rasche Lockerung der Sicherheitsmassnahmen des Bundesrates. Sie spricht sich unter anderem auch für die Öffnung von Sportanlagen wie Golfplätze aus. «Es ist nicht logisch, dass man sich ein Tattoo stechen lassen kann, aber nicht Golf spielen», sagt die Politikerin.

Blick

Klar ebenfalls das Statement von Nationalrat Marcel Dobler. Der St. Galler fordert im Blick von Bundesrat nun rasch ein Lockerungskonzept – besonders für Einzelsportarten.

Tagesanzeiger

Der Tagesanzeiger spricht in einem Pro&Contra für Lockerungen. So schreibt René Stauffer unter anderem: «Während Zehntausende von Tennis und Golfspielern, Seglern oder Reitern, Schützen und anderen Einzelsportlerinnen und -Sportlern sehnlichst darauf warten, ihre Hobbys wieder aufnehmen zu können, wurde der Sport in Bundesbern auf die Wartebank verbannt. Zwar sagte Patrick Mathys vom BAG am Montag auf eine Frage, es sei klar, dass Einzelsportarten «eigentlich bedenkenlos» seien. Und die «Corona-Konzepte», die verschiedene Sportverbände erarbeitet und teilweise längst eingereicht haben, gehen vielfach sogar über die Mindest-Schutzanforderungen des Bundes hinaus.»

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Übrigens auch der Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr setzt sich für Freizeitsportler ein.
Hier gleich der Artikel aus dem Lokalteil des Tagesanzeigers.
 
Zürich
Hoffnung für Freizeitsportler
Regierungsrat Mario Fehr (SP) hat in Bern interveniert, damit gewisse Sportarten bald wieder erlaubt sind.
Sonntagnachmittag in Winterthur: Der Platzchef des ältesten Tennisclubs der Stadt, des LTC, schlendert über die weitläufigen Sportanlagen bei der Schützenwiese, wo viele Leute am Joggen sind oder einfach in der Wiese sitzen. Er ist auf der Suche nach einer Ballwand. Vergeblich.
Alle Sport- und Freizeitanlagen sind per Dekret des Bundesrats bis auf weiteres geschlossen. Für passionierte Tennisspieler ist das zum Verzweifeln. Zumal das Wetter perfekt ist. Im LTC sind die sechs Sandplätze fertig präpariert. Sogar die Netze hängen schon, sie müssen nur noch gespannt werden. Doch bisher sah es danach aus, dass dies noch länger nicht möglich sein wird.
Sieben lange Wochen
Als der Bundesrat vergangenen Donnerstag über den Exit aus dem Corona-Lockdown informierte, war der Sport kein Thema. Einen Tag später teilte der Bundesrat mit, er habe das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) beauftragt, ein Konzept zur Lockerung der Massnahmen im gesamten Bereich des Sports zu erarbeiten. Das Konzept soll aufzeigen, wie Trainings, Wettkämpfe und Freizeitsport unter Beachtung der Schutzmassnahmen wieder stattfinden können. Wichtige Massnahmen sind weiterhin das Abstandhalten und das Verbot von Ansammlungen mit mehr als fünf Personen.
Zehntausende, ja Hunderttausende Sportlerinnen und Sportler waren enttäuscht. Zumal sie keine Perspektive erhielten: Als Abgabetermin für das Konzept nannte der Bundesrat den 13. Mai. Das ist zwei Tage nach Beginn der geplanten zweiten Lockerungsetappe. Die dritte Etappe soll erst am 8. Juni starten – falls bis dann die Ansteckungsrate nicht steigt. Das heisst: Der Sport muss noch mindestens sieben Wochen warten.
Das wollten die Sportverbände nicht hinnehmen. Die Präsidenten des Schweizer Golfverbands und von Swisstennis verlangen vom Bund, dass es schneller vorwärtsgeht. Man müsse unterscheiden zwischen einerseits Team- oder Kampfsportarten und andererseits Einzelsportarten, wo die Schutzmassnahmen eingehalten werden können. Also beim Tennis, Golf, Segeln, Schiessen oder in der Leichtathletik.
Unterstützung erhalten die Verbandspräsidenten vom Regierungsrat Mario Fehr (SP), zu dessen Sicherheitsdirektion auch des Sportamt gehört. Er habe mehrfach in Bern interveniert, sagt Fehr. Und er ist überzeugt, dass dies auch nützen wird. «Ich bin guter Hoffnung, dass es schon ab dem 11. Mai Lockerungen gibt.»
Es sei offensichtlich, «dass Sportarten wie etwa Tennis oder Golf problemlos möglich sind». Deshalb müssten sie wieder zugelassen werden. Wichtig sei auch, dass die Kinder, wenn sie am 11. Mai wieder zur Schule gehen, wieder Schulsport machen dürften, sagt Fehr. Ganz generell und für alle gelte: «Bewegung ist gut, und sie soll möglichst in der Nähe des Wohnorts stattfinden – aber immer mit Abstand.» 
Susanne Anderegg