Elektroschrott in Japans Olympia-Medaillen

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So entstehen die Plaketten für die Sieger bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Das Jahr 2020 beschert Golfern weltweit das eine oder andere sportliche Highlight. Bevor im Herbst der Ryder Cup ansteht, werden im Sommer natürlich die Olympischen Spiele in Tokio im Fokus stehen. Golf ist zum zweiten Mal nach Rio 2016 wieder dabei (Olympic Golf Ranking). Im Sommer hatte das Organisationskomitee der Spiele die Medaillen präsentiert. Nun, zum Jahreswechsel, zeigen die Macher von Olympia in Japan, wie die hübschen Plaketten hergestellt werden. Mit einem Twitter-Video wird die Besonderheit der Medaillen präsentiert. Man setzt auf Nachhaltigkeit.

Die Medaillen, die während der Spiele vom 24. Juli bis 9. August an die siegreichen Sportler vergeben werden, bestehen aus recyceltem Gold, Silber und Bronze. Für die Plaketten wurden nach einem landesweiten Aufruf nicht mehr genutzte elektronische Geräte wie Smartphones, digitale Kameras oder Laptops gesammelt. Zwei Jahre lang. So kamen mehrere tausend Kilogramm zusammen, aus denen wiederum die Medaillen gefertigt wurden. In dem Video bedanken sich die Organisatoren bei der japanischen Öffentlichkeit. Ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft, so heisst es.

Die Medaillen haben einen Durchmesser von 85 Millimetern und wurden von Designer Junichi Kawanishi entworfen. "Dass mein Modell ausgewählt wurde, macht mich glücklich", so der Schöpfer. Die Goldplakette ist 556 Gramm schwer und 1,2 Zentimeter dick. Zu sehen ist die griechische Göttin des Sieges. Erinnern soll die Medaille an einen rauen Stein, der erst durch die Leistung der Athleten Schliff und Glanz erhält.