PGA-Tour: Neustart mit Stars, aber ohne Publikum

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Am 11. Juni endet auf der PGA-Tour die dreimonatige Zwangspause. Bei der Charles Schwab Challenge sind die fünf besten Spieler der Welt am Start, gespielt wird aber vorerst ohne Zuschauer.

Die Charles Schwab Challenge war ursprünglich auf Ende Mai geplant. Nun findet sie anstelle  der RBC Canadian Open statt, die bis auf weiteres abgesagt wurde. Der Austragungsort bleibt aber der gleiche: Seit 1946 trägt der Colonial Country Club in Fort Worth, Texas, diesen Event aus. Ein solch starkes Feld wie in diesem Jahr begrüssten die Veranstalter aber seit 1986 nicht mehr. Denn zum ersten Mal seit 24 Jahren gehen hier wieder alle Spieler aus den Top Fünf der Weltrangliste an den Start. Namentlich sind dies Rory McIlroy, Jon Rahm, Brooks Koepka, Justin Thomas und Dustin Johnson.
Insgesamt fehlen in dieser Woche nur fünf Spieler aus den Top 20. Darunter auch Tiger Woods. Phil Mickelson, zweimaliger Sieger von Colonial, tritt dagegen die Reise nach Texas an. 
 
Corona-Tests und Quarantäne
Allerdings sind die Voraussetzungen speziell: So mussten sich unter anderem alle PGA-Tour-Spieler ausserhalb der USA für zwei Wochen in Quarantäne begeben haben, bevor sie bei der Charles Schwab Challenge antreten dürfen. Während der Turnierwoche wohnen die meisten Spieler, Caddies, Mitarbeiter sowie die Offiziellen in einem ausgewählten Hotel. Dies bezeichnet die PGA Tour auch als «Blase».
Diese «Blase» beinhaltet auch die Phasen zwischen den Turnieren, weswegen man von Seiten der PGA Tour eigens Flugzeuge gechartert hat, um so wenig Kontakt zur Aussenwelt wie möglich zu garantieren. Wer private Häuser mieten oder mit seinem eigenen Privatjet fliegen will, soll dies aber tun dürfen. 
 
Caddies ja, Fans nein
Während die LPGA Tour bei ihrem Neustart im Juli den Spielerinnen die Entscheidung überlässt, ob sie ihre Taschen lieber selbst oder von ihren jeweiligen Caddies tragen lassen wollen, wird man bei den Männer die gewohnte Teamarbeit zu sehen bekommen. 
Ganz anders schaut es bei der Unterstützung aus. Die ersten fünf Turniere auf der PGA-Tour werden komplett ohne Zuschauer vor Ort auskommen müssen, was sich durchaus auch auf das Spiel der Profis auswirken kann.