Das Spitzenjahr des Jon Rahm

Erstmals Vater, erster spanischer Sieger des US Open und etabliert als Nummer 1 der Welt: Für Jon Rahm, den Basken mit Schweizer Wurzeln, war 2021 das bisher klar beste Jahr seiner Karriere.

Ausgerechnet in Valderrama. Dort, wo einst die Eltern von Jon Rahm mit dem Ryder Cup zum Golf gebracht wurden, konnte der Spanier die hohen Erwartungen der Fans nicht erfüllen. Mit insgesamt 10 über Par verpasste die Weltnummer 1 den Cut deutlich. «Ich war mental müde. Vor allem die ganze Covid-Testerei zehrte an meinen Kräften», sagte Rahm direkt nach dem frühzeitigen Aus. Deshalb gönnte er sich rund um seinen 27. Geburtstag im November eine längere Turnierpause und verzichtete auf das Saisonfinale in Dubai.

Unfreiwillige Unterbrüche war der stämmige Typ in dieser Saison bereits gewohnt. Anfang Juni führte er als Titelverteidiger beim Memorial Tournament mit sechs Schlägen Vorsprung; wegen eines positiven COVID-Tests musste er sich vor dem Final zurückziehen. Eine zweite positive Diagnose im Juli hinderte Rahm an der Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Tokio. Doch der Kämpfer liess sich von den Rückschlägen nicht aufhalten. Nur zwei Wochen nach dem Rückzug beim Memorial erfüllte er sich mit dem ersten Sieg beim US Open einen Kindheitstraum. «Es ist ziemlich surreal, wenn man darüber nachdenkt, wie schnell das alles passiert ist», resümierte der Spanier nach seinem ersten Major-Titel. Ein US Open hatte zuvor noch kein Spieler aus seiner Heimat gewonnen, weder Severiano Ballesteros noch José Maria Olazábal oder Sergio Garcia. Als zweiter Spanier nach dem legendären Ballesteros übernahm der Baske im Juli 2020 die Spitze der Weltrangliste. Die erste Phase dauerte nur kurz, seit diesem Juli etablierte er sich aber als Nummer 1, dies vor Collin Morikawa und fünf weiteren Amerikanern. Mehr