25.08.2025

Lugano, Küssnacht und Unterengstringen setzen GEO-Massstäbe

53 Schweizer Golfanlagen sind nun von der GEO Foundation for Sustainable Golf zertifiziert.

Drei unterschiedliche Golfanlagen – ein gemeinsames Ziel: Lugano, Küssnacht und Unterengstringen zeigen mit ihrer GEO-Zertifizierung, wie sich ökologisches Engagement mit attraktivem Spielbetrieb verbinden lässt. 

Lugano: Null-Pestizid am Fluss

Die 18-Loch-Anlage von Lugano liegt über einem Grundwasser-Aquifer und grenzt an den Cassarate. Konsequenz: Null-Pestizid-Strategie und strikte Wasserhoheit. Widerstandsfähige Gräser, naturnahe Uferzonen und bewusst weniger intensiv gepflegte Flächen prägen das Bild der Tessiner Anlage. Der GEO-Auditor urteilte positiv: «Der Platz zeigt ein vorbildliches Engagement für den Schutz von Wasserressourcen und setzt auf kreative, standortgerechte Lösungen.» Empfohlen werden vertiefte Naturinventare und strukturierte Habitatpläne. Die Verantwortlichen sehen darin eine Chance, die Artenvielfalt rund um den Platz langfristig zu sichern und Gästen ein unverwechselbares Naturerlebnis zu bieten.

Küssnacht am Rigi: Biodiversität als Markenzeichen

Über dem Vierwaldstättersee pflegt Küssnacht ausschliesslich einheimische Arten, ergänzt durch Blühstreifen, Magerwiesen und Feuchtflächen. Detaillierte Karten zu Flora und Fauna entstanden in Zusammenarbeit mit regionalen Fachleuten. In der Zertifizierung halten die Experten fest, dass «Küssnacht ein herausragendes Beispiel dafür ist, wie Golfsport und Biodiversität Hand in Hand gehen können.» Nächste Schritte: Ausbau des Biodiversitätsplans und wassersparender Technik. Die Lage zwischen See und Bergen ermöglicht es, seltene Tier- und Pflanzenarten gezielt zu fördern. Das kann den Platz auch für naturinteressierte Besucherinnen und Besucher ausserhalb des Sports attraktiv machen.

Unterengstringen: Naturraum in der Stadt

Unweit vom Zürcher Zentrum bietet der 9-Loch-Platz Wald, Blumenwiesen und Feuchtgebiete. Das Greenkeeping arbeitet mit minimalem Chemieeinsatz, das energieeffiziente Clubhaus dient auch als öffentlicher Treffpunkt und Trainingszentrum. Der Auditor lobt: «Ein inspirierendes Beispiel, wie auch ein städtischer Golfclub wertvolle Lebensräume schaffen und erhalten kann.» Empfohlen werden Optimierungen bei Bewässerung und Kommunikation. Besonders stolz ist man auf die Einbindung des Platzes ins lokale Vereinsleben.

Drei Wege, ein Ziel

Diese Clubs haben gezeigt, dass GEO-Zertifizierung mehr ist als ein Label: Gemeinsam stehen sie exemplarisch für den Weg, den Swiss Golf bis 2027 allen Mitgliedsanlagen eröffnen möchte. Derzeit sind 53 der 98 Schweizer Golfplätze zertifiziert.

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