V.l.n.r: Paolo Beltraminelli (Präsident Stiftung Sportförderung Schweiz), Benedikt Würth (Vizepräsident Swisslos), Ruth Metzler-Arnold (Präsidentin Swiss Olympic) und Yann Barth (Vizepräsident Loterie Romande) - Quelle: Swiss Olympic

16.11.2025

Über 62 Millionen für den Schweizer Sport

Swiss Olympic erhielt an der 29. Versammlung des Sportparlaments von der Stiftung Sportförderung Schweiz Fördergelder in der Höhe von 62,3 Millionen Franken. Der Betrag ergibt sich aus dem Reingewinn der Lotterien Swisslos und Loterie Romande.

Die Delegierten der Mitglieder von Swiss Olympic trafen sich in Ittigen zur 29. Versammlung des Sportparlaments. Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold würdigte in ihrer Ansprache die ausserordentlichen Leistungen der Schweizer Athletinnen und Athleten im letzten Jahr, gratulierte den Verantwortlichen in den Verbänden für ihre Arbeit und betonte zugleich die Verantwortung, den Schweizer Sport nachhaltig zu stärken. Dafür brauche der Sport die notwendigen finanziellen Mittel, sagte Metzler-Arnold: «Entsprechend dankbar sind wir für die wertvolle und kontinuierliche Unterstützung durch die Lotterien Swisslos und Loterie Romande.» 

Diese Unterstützung fällt auch dieses Mal grosszügig aus: Im Rahmen des Sportparlaments durfte Ruth Metzler-Arnold von Paolo Beltraminelli, dem Präsidenten der Stiftung Sportförderung Schweiz, die für die Verteilung der Lotteriegelder an den Sport zuständig ist, einen Check in der Höhe von CHF 62'311’511 entgegennehmen. Die Höhe des Betrags ergibt sich aus dem Reingewinn der Lotterien Swisslos und Loterie Romande. Der Dank von Swiss Olympic gilt auch dem Bund, der 2026 via Bundesamt für Sport ein weiterer Hauptgeldgeber für die Sportförderung ist. «Investitionen in den Sport sind Investitionen in die Zukunft», betonte Metzler-Arnold (mehr zur Finanzierung der Sportförderung findet sich hier).

Budget 2026

Die Delegierten genehmigten das Budget 2026 von Swiss Olympic, das mit einem Gesamtertrag von 115,6 Millionen Franken rechnet. Von den budgetierten Einnahmen fliessen knapp 77 Mio. direkt an die Mitgliedsverbände, knapp 10 Mio. an die Stiftung Schweizer Sporthilfe, knapp 3,6 Mio. an die Vereine (Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 und Kandidatur European Championships 2030), 3,4 Mio. an Swiss Sport Integrity (SSI) und 1,4 Franken an die Stiftung Schweizer Sportgericht. Für die Geschäftsstelle von Swiss Olympic werden 20 Mio. Franken budgetiert. Das Budget sieht für 2026 ein Defizit von 7,58 Millionen Franken vor. Dieses resultiert vor allem aus gezielten Investitionen in strategische Projekte, mit denen Swiss Olympic die Zukunft des Schweizer Sports stärkt. Dazu zählen etwa die Kandidatur für Olympische und Paralympische Winterspiele 2038, die Kandidatur European Championships 2030, das Projekt Ethik oder das Digitalisierungsprojekt Schweizer Olympiapark.

European Championships 2030

Das Sportparlament hat für die Ausarbeitung einer Kandidatur für die European Championships 2030 grünes Licht gegeben. Dafür stimmten die Delegierten der Gründung eines Vereins zu und sprachen ein Budget von CHF 777’000. Mit der gleichzeitigen Austragung von Europameisterschaften in voraussichtlich elf Sportarten in der Schweiz (Basketball 3x3, Beachvolleyball, Kanu, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Sportklettern, Tischtennis, Triathlon, Turnen und Unihockey) soll 2030 ein Sportfest stattfinden, das die Menschen begeistert und dessen Vermächtnis über den Sport hinausstrahlt. Severin Moser, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, soll an der Gründungsversammlung des Vereins, die zeitnah erfolgen soll, auf Vorschlag von Swiss Olympic zum Präsidenten des Vereins gewählt werden. Doris Keller, zuletzt seitens Turnier-Direktorin der UEFA Frauen-Europameisterschaft in der Schweiz, soll den Verein als Direktorin operativ führen.

Weitere News dieser Kategorie