06.04.2026

Inklusives Golf: EDGA-Schulung in Thun setzt starke Impulse

In Thun zeigte die EDGA-Ausbildung, wie Golf noch inklusiver werden kann – mit konkreten Ansätzen und grossem Entwicklungspotenzial.

Am 28. März 2026 fand in Thun das EDGA-Modul «Inclusive Golf Coaching Training» unter der Leitung von Mark Taylor, Head of Instruction der European Disabled Golf Association (EDGA), statt. Ziel war es, Golftrainerinnen und -trainer für das Coaching von Golferinnen und Golfern mit Behinderungen zu sensibilisieren und praxisnahe Ansätze für mehr Inklusion im Golfsport zu vermitteln.

Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass Golf natürlich inklusiv ist und nur minimale Anpassungen braucht, um Menschen mit körperlichen, sensorischen oder geistigen Beeinträchtigungen die Teilnahme zu ermöglichen. Taylor betonte eine spielerzentrierte Coaching-Philosophie, bei der Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und individuelle Lösungen im Vordergrund stehen.

Thematisiert wurden zudem bestehende Barrieren wie eingeschränkte Zugänglichkeit von Anlagen, fehlende Informationen und Vorurteile gegenüber dem Golfsport. Gleichzeitig wurde auf das grosse ungenutzte Potenzial hingewiesen: Trotz rund 1,8 Millionen Menschen mit Behinderungen in der Schweiz sind bisher nur wenige aktiv im Golfsport engagiert.

Ein Schwerpunkt lag auf Kooperationen mit Rehabilitationszentren, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Behindertenorganisationen. Erste Golfangebote sollen bewusst in die Gemeinschaft getragen werden – etwa in Kliniken oder sozialen Einrichtungen. Ergänzt wurde das Modul durch Informationen zu Regel 25 der Golfregeln, die eine gleichberechtigte Teilnahme offiziell verankert.

Das Modul unterstrich eindrücklich: Inklusives Golf ist gesellschaftlich, sportlich und wirtschaftlich zukunftsfähig.

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