The Players: Justin Thomas kehrt zurück

Beim lukrativsten Turnier der Saison rollt Justin Thomas das Feld von hinten auf. Nach schwierigen Wochen gewinnt der Amerikaner kurz vor seinem 28. Geburtstag die Players Championship.

Nach den ersten 27 Löchern im TPC Sawgrass war Justin Thomas noch ausserhalb der Cut-Marke. Das 15 Millionen Flaggschiff-Turnier der PGA Tour schien sich für ihn passend zum bisherigen Horrorjahr zu entwickeln. Nach einem verbalen Ausrutscher beim Tournament of Champions im Januar trennten sich mehrere Sponsoren, kurz danach starb sein Grossvater und Vorbild Paul. Trotz allen Problemen, zuletzt auch noch der Unfall seines Freundes Tiger Woods, zeigte der für seinen Kampfgeist bekannte Pro aus Kentucky, was er kann.
Auf dem wohl schwierigsten Kurs des Jahres steigerte sich der 27-jährige zu seine besten Leistung von Tee bis Grün. Mit der 64-er Runde oder acht unter Par am Samstag wahrte er sich seine Titelchance.

Mit einer überzeugenden Serie aus Birdie, Birdie, Eagle und Birdie rund um den Turn überflügelte er den tapfer kämpfenden Lee Westwood in der Finalrunde erstmals auf dem Leaderboard und spielte seinen ersten Players-Titel mit 68 Schlägen trocken nach Hause. Thomas schafft es mit seinem 14. Titel zugleich in einen illustren Kreis von nur vier Spielern, die zumindest ein Major, ein WGC-Turnier, den FedExCup und das Players gewinnen konnte: «Ich habe unglaublich hart gekämpft und das war wahrscheinlich eine meiner besten Golfrunden des Lebens», kommentiert Thomas seinen Triumph. «Es ist viel schwieriger zu gewinnen als in den letzten Monaten, als keine Fans hier waren. Das ist sicher», sagte er. «Ich bin froh, zurück zu sein. Ich bin so glücklich, ein Players Champion zu sein.»

Lee Westwood, der Führende nach 54 Löchern, fand dagegen am Schlusstag nicht mehr sein bestes Spiel, streute vor allem vom Tee. Mit der Par-Runde muss sich der um 20 Jahre ältere Engländer um einen einzigen Stroke geschlagen geben und holt wie schon in der Vorwoche den zweiten Platz. Aus dem vermeintlichen zweiten Duell von Westwood und Bryson DeChambeau kam es diesmal nicht. Beide schlugen schon auf Loch 4 einen Ball ins Wasser, Westwood kam mit einem Schlagverlust davon, der Amerikaner musste ein Doppelbogey notieren. Am Ende reichte es dem Muskelmann zum geteilten dritten Rang, gemeinsam mit Überraschungsmann Brian Harman.

 

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