Marco Iten bei German Challenge im Cut

Mit Level Par nach zwei Runden schaffte Marco Iten bei der German Challenge in Bayern den Sprung in die Finalrunde. Am Wochenende war das Lange Spiel des Zürchers aber zu unpräzise, um sich in der Rangliste zu verbessern.

2021-09-12

Die Challenge Tour war in den letzten Tagen im oberbayerischen Neuburg an der Donau, westlich von Ingolstadt gelegen, zu Gast. Der Parkland Course des Wittelsbacher Golfclub stellte die Professionals bei der mit 200'000 Euro dotierten German Challenge auf die Probe: 6816 Meter lang, für dieses Turnier auf Par 71 «verkürzt» und mit bis zu 200 Jahre alten Eichen und Linden bestückt, deren Äste vielfach bis weit in die Fairways hineinhängen und den Kurs dadurch sehr eng machen. Entsprechend schwierig war es gut zu Scoren, der Cut nach zwei Runden lag mit 1 über Par ungewöhnlich hoch. Die einzig sehr tiefe Runde des Turniers gelang dem Spanier Santiago Tarrio, der sich in der Finalrunde mit einer 63er-Karte auf den zweiten Rang vorschieben konnte. Der Sieg ging an dessen Landsmann Angel Hidalgo, der mit vier Runden von je 68 Schlägen und gesamt 12 unter Par den Titel holte.

Iten locker im Cut, zu wenig solide am Wochenende
Die fünf zu diesem Turnier angetretenen Schweizer hatten mit dem Ausgang des Turniers leider nichts zu tun, einzig Marco Iten konnte sich nach zwei Runden in der vorderen Hälfte des Teilnehmerfeldes klassieren und damit für die beiden Finalrunden qualifizieren. Der 31-jährige Zürcher hatte bei den letzten Turnieren ein wenig mit seinem Schwung gehadert und zuletzt eine kurze Turnierpause genutzt um zu trainieren: «Dabei habe ich wohl den Schlüssel zur Lösung meines Problems gefunden», sagte Iten nach der ersten Runde in Oberbayern. «Mein Langes Spiel war heute deutlich besser als in den letzten Wochen. Ich konnte von Beginn an auf sehr hohem Niveau spielen und die wenigen kleinen Fehler sofort ‚ausbügeln’.» Am Freitag in der ersten Gruppe der Nachmittagssession gestartet, spielte Iten weiterhin sehr solide; das Bogey auf der 10 (seiner ersten Bahn) konnte er mit einem Birdie an der 11 kontern. Auf der 15 chippte er zum Birdie ein – «auch nicht alltäglich», freute er sich am Freitagabend. Mit Runden von 72 und 70 Schlägen lag Marco Iten zur Halbzeit bei Level Par. Am «Moving Day» gelang ihm der erhoffte Sprung nach vorne nicht. «Mein Langes Spiel war am Wochenende nicht mehr so stabil wie in den ersten beiden Runden. Das wird auf diesem Platz mit Schlagverlusten bestraft», erklärt Iten nach Turnierende. «Bäume und Rough machen die Spielbahnen extrem schmal, in Kombination mit der Länge der Löcher gibt dieser Parcours nur wenige Birdies her», so Iten. Aufgrund des sehr schwierigen Layouts wäre auf zahlreichen Bahnen bereits Par ein guter Score – auch für die Tour Professionals. Mit Runden von 78 und 76 Schlägen am Wochenende und Rang 65 bei der German Challenge verabschiedete sich Marco Iten am Sonntagabend in eine kurze Turnierpause, die er fürs Training und die Vorbereitung auf das Pro Golf Tour-Finale nutzen wird.

Keine weiteren Schweizer in den Finalrunden
Die weiteren vier gestarteten Schweizer schafften es in Oberbayern nicht ins Preisgeld. Benjamin Rusch war mit einer 70er-Karte ins Turnier gestartet und hatte auf eine zweite gute Runde am Freitag gehofft – das Birdie auf dem letzten Loch am ersten Tag hatte ihn zuversichtlich auf den weiteren Turnierverlauf blicken lassen. Eine 75 an Tag zwei bedeutete für den 32-Jährigen dann aber ein freies Wochenende. Das Schicksal teilte er mit Mathias Eggenberger und Joel Girrbach, die beide mit einem Gesamtscore von 148 Schlägen (+6) ebenfalls vorzeitig abreisen mussten. Girrbach kennt in seinem Fall den Grund: «Ich habe zu viele Fehler vom Tee gemacht.» Ähnlich dürfte es Jeremy Freiburghaus ergangen sein, der mit Runden von 73 und 77 Schlägen ebenfalls ausschied.

Weitere News dieser Kategorie

Eggenberger in der Provence im Cut

Mathias Eggenberger und Joel Girrbach waren am Donnerstag mit jeweils 68 Schlägen in die Open de Provence gestartet. «Eggi» sicherte sich mit einer Parrunde am Freitag den Einzug ins Wochenende, Girrbach konnte seine zweite Runde wegen Dunkelheit nicht zu Ende spielen und kämpft am Samstagmorgen um den Cut.

Thitikul gewinnt VP Bank Swiss Ladies Open - Métraux und Moosmann auf Rang 3

Die Saisonbeste auf der Ladies European Tour, die 18-jährige Thailänderin Atthaya Thitikul, gewinnt mit einem Gesamtscore von 200 Schlägen das 2. VP Bank Swiss Ladies Open im Golfpark Holzhäusern. Auf Rang zwei folgt Marianne Skarpnord, den dritten Platz teilen sich die beiden Schweizerinnen Kim Métraux und Elena Moosmann; letztere ist zugleich beste Amateurin im Turnier. Der Schlag des Tages gelang der Österreicherin Christine Wolf, die auf der 15 vom Tee einlochte.

Freiburghaus und Eggenberger fallen zurück

Rang 10 nach Runde eins – im Schlussklassement aber landen Jeremy Freiburghaus und Mathias Eggenberger bei der British Challenge nur auf den Plätzen 59 (Freiburghaus) und 63 (Eggenberger). Am Wochenende taten sich die beiden Swiss Golf Team-Spieler mit dem Scoren schwer.

Pro Golf Tour: Robert Foley auf Rang 5

Neo-Professional Robert Foley klassiert sich bei der Gelpenberg Open in den Niederlanden als bester Schweizer auf Rang 5. Er sammelt damit weitere wichtige Punkte in der Order of Merit der Pro Golf Tour. Marco Iten und der verletzte Luca Galliano schafften es nicht in die Finalrunde.