PGA Tour verspricht 60 Millionen mehr

Der Druck aus Saudi-Arabien wirkt: Die PGA Tour erhöht das Gesamtpreisgeld auf 427 Millionen Dollar, 60 Millionen mehr als bisher. 20 Millionen Dollar werden allein bei der Players Championship verteilt.

11-23-21

PGA Tour Chef Jay Monahan hat die Spieler informiert, was sie im nächsten Jahr verdienen können. «Die Erhöhungen sind atemberaubend», kommentierte Golf Monthly. Der FedEx-Cup-Bonusfonds steigt auf satte 75 Millionen Dollar, was einer Erhöhung von 15 Millionen Dollar entspricht. Das bedeutet, dass die Tour Championship in East Lake und der FedEx Cup-Scheck für den Erstplatzierten von 15 auf 18 Millionen Dollar aufgestockt wurden. Das Flaggschiff der Tour, die Players Championship auf dem TPC Sawgrass, wird nun mit 20 Millionen Dollar dotiert sein, statt 15 Millionen wie zuletzt. Das sind 7,5 Millionen Dollar mehr als bei den US Open, dem höchstdotierten der vier Majors.

Die Comcast Business Tour Top 10, mit der Spieler am Ende der regulären Saison und vor den FedEx Cup Playoffs belohnt werden, verdoppelt sich von 10 auf 20 Millionen Dollar. Das durchschnittliche Preisgeld auf der Tour wird ebenfalls von 8 Millionen Dollar auf 9,1 Millionen Dollar pro Event steigen. Die ersten beiden Playoff-Turniere, die FedEx St. Jude Championship und die BMW Championship, verteilen jeweils weitere 5,5 Millionen Dollar, womit sich ihre Turniergelder auf 15 Millionen Dollar erhöhen.

Das umstrittene Player Impact Programm, dass Spieler für ihr Engagement bei Fans und Sponsoren finanziell belohnt, wird um 10 Millionen Dollar auf 50 Millionen Dollar aufgestockt. Ausserdem wurde ein neues Bonusprogramm namens «Play 15» eingeführt. Dabei werden Spieler mit 50 000 Dollar belohnt, wenn sie fünfzehn Starts absolvieren. Ungeachtet der privaten Werbeverträge, die die Spieler mit Ausrüstungs-, Bekleidungs- und anderen Herstellern abgeschlossen haben, verdienten 124 Spieler in der letzten Saison auf der PGA Tour mindestens 1 Million Dollar.

In den letzten Monaten wurde der PGA Tour gedroht, dass ihre Stars sich in privat finanzierten Touren wie der Premier Golf League mit Geld aus Saudi-Arabien zusammenschliessen könnten. Die European Tour heisst ab sofort DP World Tour, arbeitet mit Geld aus Dubai, aber gleichzeitig auch eng mit der PGA Tour zusammen. Die Offensive richtet sich also klar gegen den Druck aus Saudi-Arabien.

Im Memo schreibt Monahan: «Wir sind in der Lage, in den nächsten zehn Jahren schneller zu wachsen als jemals zuvor in unserer Geschichte.» Will heissen: Es wird noch mehr kommen.

 

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