Junior Orange Bowl: Levy und Keller in den Top-20

Beim internationalen Traditionsturnier in Miami klassieren sich Victoria Levy bei den Girls auf Platz 14, Marc Keller erreicht bei seinem ersten Turnier in den USA Rang 20.

2022-01-07

Bei der «Junior Orange Bowl International Golf Championship» sind Anfangs Januar jeweils die beiden besten U-18 Junioren eines Landes startberechtigt. Zu den bekanntesten Siegern des Turniers gehören unter anderem Tiger Woods (1991), LPGA Inbee Park (2002), Lexi Thompson (2009) und Joaquin Niemann (2014). Als einzige Schweizerin konnte die Genferin Albane Valenzuela den prestigereichen Titel vor sieben Jahren gewinnen.
2021 verzichtete Swiss Golf wegen Corona auf eine Teilnahme, diesen Januar starteten mit Victoria Levy und Marc Keller wieder die Sieger der Order of Merit bei den Junioren. Die Lausannerin begann auf dem sehr anspruchsvollen Parcours «The Biltmore» äusserst stabil. Nach zwei Durchgängen lag Victoria Levy mit plus vier über Par auf dem siebten Zwischenrang. In den entscheidenden zwei weiteren Runden summierten sich die Fehler auf total 10 über Par. Damit fiel die 18-Jährige auf Platz 14.

«Die Teilnahme an diesem Turnier war eines meiner Saisonziele», sagt Levy nach dem Event. «Ich wusste auch, dass es eine Herausforderung sein würde, in Florida zu spielen. Anderer Rasen, warmes und feuchtes Klima etc.». Deshalb sei sie insgesamt zufrieden mit ihrem Spiel. «In der zweiten Runde habe ich trotz windiger Bedingungen das zweitbeste Ergebnis des Tages erzielt. Die dritte und vierte Runde waren dann etwas schwieriger», fügt sie an. «Insgesamt habe ich konkurrenzfähig gespielt. Ich denke, es war ein sehr positives erstes Turnier in den USA. Jetzt gehe ich mit grossen Erwartungen an meine College-Golfkarriere heran.»

Den Sieg holte sich die Kolumbianerin Maria Jose Marin bei acht unter Par. Interessanterweise entspricht dies genau dem Traumresultat in der dritten Runde, welche sie mit acht Birdies und zehn Par absolvierte...

Bei den Junioren gewann der Amerikaner Nicholas Prieto ebenfalls mit total acht unter Par. Prieto überholte die Konkurrenz mit der abschliessenden 65-er Karte oder sechs unter. Der Zürcher Marc Keller spielte in den vier Durchgängen insgesamt 16 Birdies, nur drei weniger als der Sieger. «Für mein erstes Turnier in der neuen Saison bin ich einigermassen zufrieden», sagt der Schweizer nach seinem ersten Event in den USA. «Ich musste mich an das dichte Bermudagras, den Grain auf dem Grün und den starken Wind erst gewöhnen.»

Bei Halbzeit lag Keller insgesamt sechs über Par, danach steigerte er sich mit der 71-er Par-Runde und der abschliessenden 72 deutlich. Das total von +7 ergibt im 60-köpfigen Feld den 20. Schlussrang. «Da ich direkt aus der Winterpause kam, konnte ich noch nicht meine beste Leistung abrufen, was sich vor allem in meinem Kurzspiel zeigte», lautet der Kommentar. «Es war eine super Erfahrung, es hat viel Spass gemacht und mir bestätigt, dass ich mit den besten Junioren mithalten kann.»

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