Hobbygolfer gelingt Ass und Albatros

Der gebürtige Ire Rowan McCarthy schafft etwas was den meisten Profis nie gelingt. Der Handicap-20-Golfer spielte ein Hole-in-One und einen Albatross innerhalb von vier Spielbahnen.

2022-01-13

Rowan McCarthy begann seine Runde auf dem Wembley Golf Course in Perth (Australien) unspektakulär, mit zehn über Par auf den Front Nine. Danach folgten für den 32-Jährigen, der seit 2011 in Australien lebt, unter anderem ein Par und ein Triplebogey. Das «wahre Märchen» begann auf der zwölften Bahn, einem 169 Meter langen Par 3. McCarthy traf mit einem Eisen 7 (!) den Ball wie noch nie in seiner Karriere. «Wegen der Sonne konnten wir nicht sehen, was genau passiert ist.» Entsprechend gross war der Jubel nach dem Ass.

Nach dem Adrenalin-Kick folgten ein Doppel- und ein Triplebogey, doch bereits an der 15. Bahn schaffte der Ire eine weitere Meisterleistung. Sein Ball lag nach dem Drive auf dem Par 5 etwa 185 Meter vor der Fahne in einem Fairway-Bunker. Hier half sich der Longhitter mit dem «gepanschten Eisen 5». «Wieder konnten wir den Ball nicht sehen, obwohl wir wussten, dass er auf dem Grün war. Als wir merkten, dass er drin war, fingen wir an zu springen, zu schreien. Es war einfach verrückt», erzählt der Hobbygolfer dem Irish Examiner.
Damit ist er, nach einer Liste der Website doubleeagle.org nun einer von nur 22 Golferinnen und Golfern, denen dieses Kunststück bisher gelang. Zusätzlich reichte sein Ergebnis von 84 Schlägen auch für den Gewinn das Turniers.

«Ich versuche immer noch, es zu begreifen», erzählt er im Interview weiter, «Statistisch gesehen stehen die Chancen für ein Hole-in-One 1 zu 12 000, und für einen Albatros 1 zu 6 Millionen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass beides in einer Runde vorkommt ... wer weiss? Manche sagen, sie steht 72 Milliarden zu eins», sagt der Ingenieur über die unglaublich kleine Chance auf das doppelte Glück. Und das innerhalb von vier Spielbahnen.

Entsprechend wurde in Westaustralien gefeiert: «Es waren Hunderte von Leuten da, also habe ich für jeden, der an dem Wettbewerb teilnahm, einen Drink spendiert.» Seitdem bekomme er Anrufe, SMS und Interviewanfragen.  «Ich habe eine Tante in den USA, die einen Freund zum Abendessen besuchte. Der Freund erwähnte die Geschichte beiläufig, ohne den Zusammenhang zu kennen. Meine Tante sagte: «Das war mein Neffe!»

 

 

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