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Spanish International: Mauro Gilardi im Viertelfinal gestoppt

Mit drei Erfolgen im Match Play kämpfte sich Mauro Gilardi bei den internationalen spanischen Amateur-Meisterschaften unter die letzten acht. Dort wurde er nach hartem Kampf gestoppt.

03/04/2022 - SW

«Ich bin sehr stolz auf unser Team», sagt Coach Richard Adby. «Nicola Gerhardsen schaffte es unter die letzten 16, Mauro Gilardi bis in den Viertelfinal, das ist im starken Feld eine sehr gute Leistung.» In den vorentscheidenden Partien musste Gilardi zwei Mal gegen deutsche Spitzenamateure antreten. Den ersten Match gewann der Bündner gegen Carl Siemens noch knapp mit 1 up, im Viertelfinal musste er gegen Yannick Malik die erste Niederlage akzeptieren. «Beide spielten gutes Golf, Malik konnte mit einer Serie von vier Birdies davonziehen», erläutert Adby. «Auf dem 17. Loch verpasste Gilardi einen Eagle nur knapp, das geteilte Birdie bedeutete das unglückliche Aus nach hartem Kampf», fügt er an.
Nicola Gerhardsen spielte sich unter die besten 16 im Feld. Den Einzug unter die besten acht verpasste der Spieler vom Golfclub Breitenloo nur hauchdünn. Erst auf dem 19. Loch musste sich der Zürcher gegen Michael Alexander Mjaaseth geschlagen geben.

Ebenfalls unter die besten 16 schaffte es Elena Moosmann in Sevilla. Sie gewann das Vormittagsspiel mit einer soliden Leistung und einem klaren 5&3-Erfolg gegen die Spanierin Alma Betoret de Salazar. Nach einer kurzen Mittagspause folgte mit Balma Davalos Guaita schon die nächste Einheimische. Moosmann spielte erneut solide und verpasste bis Loch 8 bloss ein Grün in Regulation. Danach drehte das Spiel und die Spanierin konnte bis auf 4 up davonziehen. Moosmann kämpfte wie gewohnt, zwei knapp verpasste Birdies auf den Bahnen 14 und 15 brachten dann die frühzeitige Entscheidung zugunsten von Davalos Guaita. «Klar bin ich nicht zufrieden mit der Niederlage, es war knapper als das Resultat vermuten lässt, aber so ist bekanntlich das Matchplay», kommentierte die Zugerin.

Was vorher passiert war

Die Frauen spielen im Real Club Pineda in Sevilla. Einige schmale Fairways, umgeben von alten Bäumen und sehr kleinen Greens-Komplexe sind charakteristisch für den Traditionsplatz. Elena Moosmann begann auf Loch 10 mit einem Schlagverlust, kämpfte sich dann aber mit drei Birdies bis zur Halbzeit auf zwei unter Par. Ein ähnliches Bild auf ihren Backnine ergibt das Total von 68 Schlägen oder vier unter Par.

Im zweiten Durchgang begann sie «höchst ungewöhnlich» gleich mit drei Bogeys in Serie. Danach kämpfte sich Moosmann zurück auf Par-Kurs. Mit total vier unter Par und dem geteilten 3. Rang in der Qualifikation, bestätigte die Zugerin ihre gute Form. Ähnlich ging es im ersten Direktduell weiter: Gegen die Österreicherin Anna Behnsen teilte Moosmann nur das erste Loch, danach lag sie ständig in Führung und qualifizierte sich mit einem 3&2 Sieg für die nächste Runde.

Zweitbeste Schweizerin im starken Feld war Elena Colombo auf dem geteilten 38. Rang. Coach Jeremy Carlsen hatte gehofft, dass sie vor allem auf den Par-5 gewisse Längenvorteile hat. Im direkten Duell gegen die Schwedin Meja Ortengren konnte die Tessinerin dies allerdings nicht umsetzen. Colombo lag von Beginn weg im Rückstand, verlor schliesslich schon auf Loch 13 mit 6&5. Als dritte Schweizer Amateurin folgte Yana Beeli nach der Qualifikation auf dem geteilten 58. Platz. Die Juniorin vom Golfclub Sempachersee ging im ersten Match früh in Führung, am Ende verlor sie den Match gegen Martina Lopez-Lanchares (Spanien) mit 4&2. Damit endet auch für Beeli das Turnier in Sevilla.

Nicht ins Feld der besten 64 schaffte es Margareta Roos. Sie steigerte sich nach der 79-er Karte im ersten Durchgang um drei Schläge, doch war der Rückstand schon zu gross.

Zwei Schweizer kommen weiter

Die besten männlichen Amateure Europas kämpfen im Sherry Golf Jerez um die «Copa el Rey». Nach der ersten von zwei Strokeplay-Runden klassierten sich vier der sechs Schweizer für das Matchplay, daran änderte sich am zweiten Tag nichts mehr. Den besten Start hatte Nicola Gerhardsen mit einer «stressfreien» 70-er Karte oder zwei unter Par. Zusammen mit der 72-er Karte bringt dies den Spieler vom Golfclub Breitenloo auf den geteilten 6. Rang in der Qualifikation. Gegen den Portugiesen Vasco Alves zeigte Gerhardsen erneut sehr solides Golf und siegte klar mit 4&2. Nach anfänglichem Sonnenschein wechselte das Wetter in Spanien zu Wind und heftigem Regen. «Als Schweizer mit der spätesten Teetime war er am stärksten von schwierigen Umständen betroffen, siegte aber ebenso überzeugend wie Mauro Gilardi, der am Morgen den ersten Match bestritt», freut sich Coach Richard Adby. Der Bündner war als zwölfter der Qualifikation in den Final gestartet. Mit dem klaren 4&3 Erfolg liess er dem schlechter klassierten Finnen Saku Halonen keine Chance und beendete die erste Partie schon auf Loch 15 mit 4&3. Die beiden Schweizer spielen in unterschiedlichen Tableau-Hälften, so treffen sie im besten Fall erst im Final aufeinander. «Das wäre natürlich das ultimative Ziel, zuerst gilt es aber die nächsten Partien ebenfalls zu gewinnen», sagt Adby.

Ebenfalls in den Top-10 klassierte sich Cédric Gugler mit Tagesergebnissen von 72 und 71 Schlägen. Der Basler kam im ersten Match allerdings nicht wie gewünscht ins Spiel. Gegen den Italiener Massimiliano Campigli verlor er die ersten beiden Löcher und konnte den Rückstand bis zum Schluss nicht mehr aufholen. Ähnlich verlief die Partie des jungen Zürchers Marc Keller. Er lag schon nach den ersten drei Spielbahnen 3 down, sein Gegner Pedro Neves aus Portugal machte kaum Fehler, so dass Keller mit 3&2 unterlag.

Für Jonathan Garbely und Alessandro Trenta waren die spanischen Amateurmeisterschaften nach den Strokeplay-Runden vorbei. Beide konnten sich nach der Startrunde mit 78-Schlägen steigern. Garbely verpasste den Cut nach der 72-er Karte um einen Punkt, Trenta mit plus 11 recht deutlich.

Männer

Sherry Golf Jerez, Jerez de la Frontera, Spain

Cédric Gugler, Nicola Gerhardsen, Mauro Gilardi, Marc Keller, Jonathan Garbely und Alessandro Trenta

Livescoring Match Play Männer

Frauen

RCG Pineda, Sevilla, Spain

Elena Moosmann, Elena Colombo, Yana Beeli und Margareta Roos

Livescoring Match Play Frauen

 

 

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