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Flumserberg Ladies Open: Amateurin mit den besten Nerven

Lauren Holmey heisst die Siegerin der Flumserberg Ladies Open 2022. Die 19-jährige Niederländerin behielt im Final die Nerven am besten in Griff, blieb fehlerfrei und siegte mit einem Schlag Vorsprung. Beste Schweizerin ist Sarah Uebelhart, die jüngste im ganzen Feld.

13/05/2022 - SW

Lauren Holmey, die in Gams erst ihr drittes Profi-Turnier bestritt, lag zu Beginn des Tages einen Schlag hinter der führenden Nikki Hofstede. Ihre Landsfrau begann den Final allerdings gleich mit zwei Schlagverlusten, nachdem sie in Runde 2 mit drei Birdies in Serie gestartet war. Am Ende fiel Hofstede mit der 75-er Karte noch auf den geteilten sechsten Rang zurück. Im Direktduell der beiden Holländerinnen zeigte Holmey eine höchst konstante Finalrunde.

Mit 14 Pars in Folge hielt sich die niederländische Meisterin des National Stroke Play 2020 an der Spitze des Leaderboards, bevor sie mit zwei Birdies auf der 15 und 16 die Konkurrentinnen endgültig hinter sich lassen konnte. «Es ist ein tolles Gefühl, meinen ersten Sieg bei einem Profiturnier zu erringen, ich bin wirklich glücklich», freut sich die Spielerin, welche in der Nähe von Paris lebt und zuvor lange Zeit für den französischen Golfverband gespielt hatte.

«Ich hatte heute meinen Vater als Caddie dabei, und wir haben in den letzten Turnieren viel gelernt, und ich glaube, wir waren diese Woche ein wirklich gutes Team», erklärt sie direkt nach dem grösster Erfolg ihrer Karriere. Tatsächlich gab sie in allen drei Runden in der Schweiz nur drei Schläge ab. Ihre Konstanz vom Tee bis zum Grün trug wesentlich zu ihrem Erfolg bei, auch wenn sie erst gegen Ende ihrer Runde merkte, wie gut sie spielte. «Ich wusste nichts, bis ich am 18. Grün ankam. Ich hatte völlig vergessen, dass ich bis zum 16. den Spielstand auf meinem Handy abrufen konnte, aber da sagte ich mir schon, dass ich das nicht wissen muss. Als ich auf der 18 nachschaute, merkte ich, dass ich nur noch ein Par brauchte, um zu gewinnen, also hatte ich einen kleinen Chip und einen Putt und schon war es geschafft». 

Einen Schlag hinter Holmey klassiert sich die Deutsche Patricia Isabel Schmidt auf Platz zwei. Ihr gelangen am Finaltag unter anderem acht (!) Birdies und ein Eagle. Allerdings musste sie schon auf dem zweiten Loch (Par 4) eine bittere acht notieren. Ohne den einzigen Ausrutscher hätte die 26-Jährige das Turnier deutlich für sich entschieden. Unter anderem vier Birdies auf den schwierigen Abschlusslöchern 15 bis 18 und das Turnier-Bestergebnis von 66 Schlägen könnten ein kleiner Trost sein.

Keinen Trost benötigte die erst 16-jährige Sarah Uebelhart. Die Juniorin vom Golfclub Ennetsee klassiert sich als beste von 13 Schweizerinnen im Feld in den Top 20. Nach der 73-er Karte zum Auftakt verbesserte sie ihre Position mit zwei Runden von 71 Schlägen. Im Final begann die Zugerin so stark wie noch nie, bei Halbzeit lag sie mit drei Birdies und sechs Par zeitweise auf dem 10. Rang. Auf den als schwieriger eingestuften zweiten neun Spielbahnen konnte Uebelhart ihr starke Leistung des Vortages nicht mehr ganz wiederholen. Statt drei Schlaggewinnen in Serie musste sie auf den Bahnen 13 und 14 diesmal ein Bogey notieren. Das total von eins unter Par ergibt den geteilten 19. Rang, dies beim erst zweiten Profi-Event für die Absolventin des Sportgymnasiums am Luzerner Alpenquai.

Zweitbeste Schweizerin im Feld ist Elena Colombo mit einem Schlag Rückstand. Sie war mit 74 Schlägen ins Turnier gestartet, steigerte sich dann ebenfalls mit zwei 71-er Runden. Mit dem gleichen Resultat beendete auch die dritte Amateurin von Swiss Golf, Victoria Levy das Turnier der LET-Access in Gams. Die Lausannerin musste dabei ihr erstes Doppelbogey kompensieren, schaffte dies unter anderem dank vier Birdies. Als einzige Schweizer Proette qualifizierte sich Caroline Rominger ebenfalls für die Entscheidung. Mit total vier über Par musste sich die Bündnerin mit Platz 42 begnügen.

Im Final nicht mehr dabei war Elena Moosmann. Die beste Schweizerin nach Durchgang eins startete ab Loch 10 mit grossen Problemen. «Ich konnte den Ball einfach nicht auf dem Fairway halten und landete so 4-Mal im hohen Gras», kommentierte die Zugerin die Frontnine mit zwei Doppelbogeys und drei weiteren Schlagverlusten. Moosmann kämpfte sich zurück, hatte auf ihren Backnine gleich acht Mal eine Birdiechance, doch fiel nur ein Putt so wie gewünscht. Mit total sechs über Par verpasste die Siegerin aus dem Jahr 2019 den Finaleinzug schliesslich um zwei Schläge.

Die nächste Chance auf Weltranglistenpunkte folgt schon bald. Der nächste LETAS-Event ist die PGA Championship Trelleborg, die vom 19. bis 21. Mai im Tegelberga Golf Club in Schweden stattfindet.

Livescoring

FLUMSERBERG LADIES OPEN, GAMS 

Die Schweizerinnen: Elena Moosmann (a), Sarah Uebelhart (a), Anouk Casty (a), Victoria Levy (a), Yana Beeli (a), Ladina Luder (a), Tina Von Arx (a), Chiara Sola (a), Elena Colombo (a), Priscilla Schmid, Caroline Rominger, Clara Pietri, Christina Gloor 

 

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