Nachhaltigkeits-News: Voller Kalender 2021

Die Kommission Golfanlagen & Nachhaltigkeit entwickelte in den letzten beiden Jahren zahlreiche Ideen und Projekte, um den Schweizer Golfsport nachhaltiger zu gestalten und die Clubs zu unterstützen. 2021 wird dies nun breit umgesetzt.

Das Thema Nachhaltigkeit hat innerhalb von Swiss Golf in den vergangenen beiden Jahren massiv an Bedeutung gewonnen; es stellt in der aktuellen Verbandsstrategie 2020-2024 einen der sechs Kernpunkte dar. 

Die Kommission Golfanlagen & Nachhaltigkeit hat im vergangenen Jahr ein eigenes Strategiedokument «Golf Course 2030 Schweiz» aufbereitet. Ein mittelfristiges Ziel darin, bis 2027 sämtliche Golfanlagen in der Schweiz GEO-zertifiziert zu wissen. Seit der Lancierung der Nachhaltigkeits-Initiative im Rahmen des Omega European Masters im August 2019 in Crans Montana unterstützt der Verband die GEO-Zertifizierung seiner Mitglieder auch finanziell. Ende 2020 waren bereits 34 Clubs beim Online-Tool OnCourse® Switzerland registriert – mehr als ein Drittel der Schweizer Anlagen haben damit den ersten Schritt zur GEO-Zertifizierung bereits getan. 
 
Ziel 2021: 20 GEO-zertifizierte Anlagen

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2021 wird für Kommissionspräsident Jan Driessens und seine Mitstreiter zu einem wichtigen Jahr, in dem die Umsetzung viele weiterer, in den letzten 18 Monaten angestossener Nachhaltigkeitsprojekte startet. Das Thema GEO-Zertifizierung steht für Driessens nach wie vor ganz oben auf der Agenda. «Unser Ziel ist es, möglichst bald 20 GEO- oder ISO-14001-zertifizierte Anlagen im Verband zu haben. Mit dieser Zahl können wir ein fundiertes Benchmarking sowie den Austausch von ‚Best Practices‘ starten», erklärt der Kommissionspräsident. Die Zahl von 20 Anlagen liegt in nicht mehr allzu weiter Ferne – Ende 2020 waren bereits acht Schweizer Anlagen durch die Golf Environment Organization (GEO) zertifiziert, drei weitere ISO 14001 geprüft. 
«Swiss Golf konnte mit GEO aushandeln, dass GEO für die Zertifizierung der Anlagen ein Dossier erstellt, mit welchem die Verifizierer ihre Arbeit zügig und unter Einhaltung von Schweizer Standards – und unter Berücksichtigung der Schweizer Gesetzgebung – erledigen können.» Auf diese Verifizierer wartet in den nächsten Monaten viel Arbeit. Jan Driessens‘ «Fahrplan» für die GEO-Zertifizierung der Schweizer Anlagen ist nämlich ambitioniert: «Neben 20 zertifizierten Clubs möchten wir bis Ende 2021 insgesamt 50 Schweizer Golfanlagen bei OnCourse® registriert wissen», sagt der Kommissionspräsident.
 
Unterstützung für Swiss-Golf-Mitglieder – Roadshows für Golfer(innen)
Der Bereich Nachhaltigkeit erhält im laufenden Jahr zusätzliche Manpower: «Die Swiss-Golf-Geschäftsstelle in Epalinges wird von Februar bis Ende September durch einen Praktikanten, Alexandre Hattich, unterstützt. Er absolviert an der Universität Neuchâtel das Master-Studium im Bereich BioGéoSiences. Bei Swiss Golf wird er die GEO-Zertifizierung von sechs oder sieben Westschweizer Anlagen begleiten und dabei den Zertifizierungsprozess dokumentieren. «Wir sind überzeugt, dass diese Dokumentation, eine wertvolle Hilfestellung für andere Clubs sein wird», sagt Driessens. Darüber hinaus wird sich Swiss Golf in der zweiten Jahreshälfte mit einem Agronomen verstärken, der, ebenfalls von Epalinges aus, die Nachhaltigkeits-Initiativen des Verbands und seiner Mitglieder unterstützt und fachmännisch begleiten wird.
Um die Golferinnen und Golfer in der Schweiz vermehrt für Nachhaltigkeits-Themen zu sensibilisieren, plant Swiss Golf im laufenden Jahr eine Roadshow, die in vier GEO-zertifizierten Clubs (in allen Landesteilen) Halt machen wird. 
 
«Damit unsere Mitglieder sich vertieft mit der Strategie ‚Golf Course 2030 Schweiz‘ auseinandersetzen können, werden wir mindestens drei Workshops organisieren. So hoffen wir, dass sich der Nachhaltigkeitsgedanken immer stärker im Bewusstsein unserer Mitglieder und aller Golferinnen und Golfer in der Schweiz verankert», sagt der Kommissionspräsident. Und last but not least: «Wir werden die ersten Massnahmen, die sich in der SEBI- und der Ökobilanz-Studie als besonders effektiv herauskristallisiert haben, zur Umsetzung vorschlagen», schliesst Driessens seinen kurzen Einblick in ein noch deutlich umfangreicheres Nachhaltigkeitsprogramm 2021.
 

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