Erstmals Golf als Militärdienst

Gleich vier der besten Amateure ergattern sich einen begehrten Platz in der Rekrutenschule für Spitzensportler. Elena Moosmann, Nicola Gerhardsen, Mauro Gilardi und Cédric Gugler profitieren zum ersten Mal von zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten.

«Wir sind extrem stolz, dass es für alle vier geklappt hat», sagt Marc Chatelain, Chef Leistungssport bei Swiss Golf. Der Verband habe sich schon länger darum bemüht, meist sei es um Einzelspieler gegangen, fügt er an. Nun profitiert ab November ein ganzes Quartett von den Vorteilen der Spitzensportler RS.
Die ersten acht Wochen verbringen die Rekruten in Magglingen. Am Morgen steht die Armee Ausbildung auf dem Programm, am Nachmittag bleibt Zeit fürs Training im Golfclub Wylihof. «Für die zehn Wochen im Januar bis März sind beispielsweise auch Trainingslager im Ausland möglich», erläutert Chatelain.

Statt zwei Mal 35 Rekruten wie bisher, stehen für die nächste RS im Sommer und Winter je 55 Plätze bereit. Für diese haben sich mehr als 100 junge Sportlerinnen und Sportler beworben. Unter anderem wurden die Athleten mit Einzel-Interviews befragt und auch Chatelain musste das Coaching-Konzept in Magglingen persönlich präsentieren. «Wir investieren in erster Linie in die Betreuung der Spielerinnen und Spieler. Richard Adby und Jeremy Carlsen haben so noch mehr Zeit mit den vier Hoffnungsträgern zur Verfügung», sagt der Chef Leistungssport.

Die Spitzen-Sportler RS ist der erste wichtige Schritt der Unterstützung durch die Armee. Die Absolventen können danach unter anderem auch die Wiederholungskurse für ihren Sport nutzen. «Bis zu 130 WK-Tage kann man sich beispielsweise durch Training oder Turniere anrechnen lassen. Das ergibt ganz neue Möglichkeiten», freut sich Chatelain.
Für eine kleine Gruppe von derzeit 18 Spitzensportler gibt es zudem noch die Möglichkeit sich als «Zeitsoldat» für vier Jahre bei der Armee anstellen zu lassen, zu ihnen gehören derzeit beispielsweise der Fechter Max Heinzer oder Skirennfahrer Ramon Zenhäusern.

 

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