Limpachtal als elfte Anlage GEO-zertifiziert

Die Migros Aare hat ihre beiden Golfanlagen zur GEO-Zertifizierung angemeldet. Golf Limpachtal erhielt das begehrte Zertifikat Ende April.

Nachhaltig wirtschaften bedeutet unter anderem, Synergien zu nutzen. Dies geschieht bei den von der Migros Aare betriebenen Golfanlagen Golf Limpachtal und Golfpark Moossee in vorbildlicher Weise. Die beiden Head-Greenkeeper Gabriel Diederich (Limpachtal; 18-Loch-Anlage) und Pascal Guyot (Golfpark Moossee; 33-Loch-Anlage) stehen in regelmässigem Austausch. Dies nicht erst, seit sich die Verantwortlichen der beiden Anlagen zu einer GEO-Zertifizierung entschlossen haben. «Schon zuvor war die Zusammenarbeit in allen Bereichen –Management, Golf-Akademie, Sekretariat, Greenkeeping – sehr eng», erklärt Guyot, der auch Präsident der Deutschschweizer Greenkeeper-Vereinigung ist.
Für den Zertifizierungsprozess spannte man innerhalb der Migros Aare zusammen: «Unter der Leitung von Erich Steiner führten wir einen gemeinsamen GEO-Workshop durch. Und auch beim Sammeln von Informationen und Daten sowie deren Austausch innerhalb des Migros-Kosmos‘ nutzen wir Synergien», sagt Guyot. Nun hat der Golf Limpachtal als elfte Schweizer Golfanlage die Bestätigung für eine erfolgreiche GEO-Zertifizierung erhalten.

 

Vorbildliche Platzpflege

Für eine Zertifizierung durch die Golf Environment Organization (GEO), die weltweit führende Organisation in Sachen Nachhaltigkeit im Golfsport, beantworten die Verantwortlichen einer Golfanlage 150 Fragen aus den Themenbereichen Natur, Ressourcen und Gemeinschaft. Diese Antworten werden durch einen unabhängigen Verifizierer vor Ort auf ihre Korrektheit geprüft; erst wenn dessen Prüfbericht von den GEO-Verantwortlichen in Schottland akzeptiert ist, wird das Label GEO certified©verliehen. Der Golf Limpachtal erhielt die Anerkennung nachdem Hector Forcen in seinem Prüfbericht der Anlage ein professionelles Management und eine nachhaltige Platzpflege attestiert hatte.

Forcen hob hervor, dass Head-Greenkeeper Gabriel Diederich die Grassorten auf der Anlage perfekt kennt und diese den Standorten entsprechend gewählt sind. Ausserdem habe Diederich nicht nur eine Liste, sondern zusätzlich eine Karte erstellt, auf denen die in den vergangenen Jahren auf der Anlage angetroffen Tierarten verzeichnet sind.

Auch bei der Schaffung von Lebensräumen für die Tiere ist der Club offen: 2020 haben sich Biber angesiedelt und entlang von Spielbahn 15 rasch ein Zuhause gefunden. Ihre Dämme und Strukturen werden vom Club erhalten, so dass diese bedrohte Tierart in Sicherheit siedeln kann. Im Falle der Wieselarten geht der Club noch einen Schritt weiter und schafft aktiv Lebensräume. Was Forcen zudem beeindruckte: «Der Club arbeitet seit Jahren mit lokalen Umweltgruppen zusammen. Als Symbol der guten Zusammenarbeit und als sichtbares Bekenntnis zu nachhaltigen Zielen, pflanzten Club und Umweltgruppen gemeinsam einen Mispelbaum.»

Potenzial, den ökologischen Fussabdruck der Golfanlage in Zukunft deutlich zu reduzieren, ortet Forcen im Clubhausneubau. 2019 war das Clubhaus einem Brand zum Opfer gefallen. Beim Neubau liegt ein grosses Augenmerk auf nachhaltigen Themen – zum Beispiel wassersparende Duschen – und es gelangen modernste Technologien zur Anwendung.

 

Altre notizie di questa categoria

GEO-Verifizierter tauschen sich aus

Die GEO-Verifizierer prüfen Golfanlagen nicht nur auf die Einhaltung von Nachhaltigkeits-Standards, sie begleiten die Clubs auch auf dem Weg zur Zertifizierung. Am 16. Juni trafen sich die vier Schweizer GEO-Verifizierer zum ersten virtuellen Gespräch.

SEBI-Analyse für vier weitere Clubs 

Swiss Golf unterstützt vier weitere GEO-zertifizierte Golfanlagen dabei, eine Ökobilanz- und Ökoeffizienzanalyse zu erstellen. Dadurch wird die Datenbank des Verbands so breit aufgestellt, dass sich die gesamte CO2-Belastung der Golfbranche errechnen lässt. Der Schweizer Golfsport soll bis 2030 CO2-neutral sein, so ein Ziel von Swiss Golf.

Der Golfplatz als CO2-Speicher 

Die Abscheidung und Speicherung von CO2 (Sequestrierung) ist der Schlüssel zur Eindämmung des Klimawandels. Die richtigen Grassorten und hohe Roughs spielen dabei eine grosse Rolle. Sie sind ein wichtiger «Entlastungsfaktor» in Ökobilanzen von Golfanlagen.

Europa will Swiss Golf Ökobilanzmodell

Die von Swiss Golf in Zusammenarbeit mit der Firma Umtec entwickelte Ökobilanz-Methode sorgt international für Aufsehen, wie ein R&A-Videomeeting zeigt.

Nachhaltigkeits-News: 10 Pflegetipps für Elektro-Trolley-Batterie

Swiss Golf bietet seinen Mitgliedern zum Saisonbeginn einen «Erinnerungs-Service» zum fachgerechten Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus, wie sie beispielsweise in Elektro-Trolleys zu finden sind.

Thunersee als zehnte Anlage GEO-zertifiziert 

Der Schweizer Golfsport positioniert sich immer deutlicher als Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit. Mit dem Golfclub Thunersee erlangte die zehnte Schweizer Golfanlage den Status «GEO certified». Weitere Clubs stehen kurz vor der Zertifizierung.

Nachhaltigkeits-News: Payerne GEO-zertifiziert

Durch Lockdown und Winter verzögert, traf die gute Nachricht mit Verspätung ein: Der Golf de Payerne (Bild) hat als neunte Schweizer Golfanlage die GEO-Zertifizierung erfolgreich durchlaufen. Rund 30 weitere haben den Zertifizierungsprozess gestartet.

Nachhaltigkeits-News: Voller Kalender 2021

Die Kommission Golfanlagen & Nachhaltigkeit entwickelte in den letzten beiden Jahren zahlreiche Ideen und Projekte, um den Schweizer Golfsport nachhaltiger zu gestalten und die Clubs zu unterstützen. 2021 wird dies nun breit umgesetzt.

Nachhaltigkeits-News: Die drei Kernbotschaften

Golf ist gesund für Jung und Alt, fördert die Biodiversität und darüber hinaus reduzieren die Schweizer Golfanlagen ihren Wasser- und Energieverbrauch – dies sind die drei Kernbotschaften der Swiss-Golf-Nachhaltigkeitsstrategie 2030.

Nachhaltigkeits-News: Bündner bündeln Kräfte

Der Vorstand von Swiss Golf genehmigt die  Strategie «Golf Course 2030 Switzerland», sechs Bündner Clubs starten den Kick-Off zur GEO-Zertifizierung und weitere 19 Clubs erhalten eine Förderung.

Mehr Geld für GEO-Zertifizierung

Neben Swiss Golf unterstützt nun auch die ASGI die GEO-Zertifizierung von Schweizer Golfanlagen finanziell. Pro Club liegen neu 2500 Franken im Fördertopf.

Nachhaltigkeit online messbar

Das Online-Tool von GEO macht Nachhaltigkeit im Golf messbar. Die Golf Environment Organization ermöglicht ein internationales Benchmarking in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft. Schweizer Golfanlagen zeigen sich in allen drei Bereichen innovativ.

Vögel willkommen

Swiss Golf und die Schweizerische Vogelwarte Sempach möchten Golfanlagen als Lebensraum für Vögel aufwerten.