EM der Juniorinnen: Schweizerinnen verpassen die Medaillen knapp

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Mit einem Sieg und zwei Niederlagen im Matchplay müssen sich auch die Juniorinnen an der Team-Europameisterschaften mit dem undankbaren vierten Rang begnügen.

Ginnie Lee und Caroline Sturdza hatten zwei Wochen zuvor schon mit der Frauen-Equipe um die Meisterehren gekämpft, die beiden Westschweizer Juniorinnen gehörten auch in der Slowakei zu den Leistungsträgerinnen. Sturdza lieferte in der Qualifikation das beste Einzelresultat und überzeugte unter anderem auch im wichtigen ersten Direktduell gegen Frankreich mit einem klaren Sieg. 
Der Halbfinal gegen Schweden brachte den ersten kleinen Dämpfer: «Wir sind natürlich enttäuscht, wir waren nicht viel schlechter und es war deutlich knapper als das Resultat von 2,5 zu 0,5 Punkten vermuten lassen würde», sagte Coach Nora Angehrn nach dem verlorenen Match gegen die Favoritinnen. 
Im Spiel um die Bronze-Medaille lief es den jungen Schweizerinnen dann ebenfalls nicht mehr ganz wunschgemäss. Gegen Holland lagen sie von Anfang an meist im Rückstand. Vorab das Foursome war eine glasklare Sache. Ginnie Lee und Victoria Levy unterlagen gleich mit 8&6.
Caroline Sturdza musste im Einzel ebenfalls einem frühen Rückstand nachrennen. Die Genferin kämpfte, doch am Ende freuten sich die Holländerinnen mit dem 3&1 über den zweiten Punkt und damit den Gewinn der Bronzemedaille.

«Wir sind natürlich enttäuscht, dass es nicht gereicht hat für einen Podestplatz, aber wir bleiben dran», fasst Coach Nora Angehrn zusammen. Für sie lag der Unterschied im Duell gegen die Holländerinnen «praktisch nur im kurzen Spiel». «Allerdings kamen wir vor allem zu Beginn der Partie nicht recht in die Matches, auf diesem Niveau wird es dann schwierig, die Rückstände wieder aufzuholen», erläutert Angehrn.
 
  
So lief die Qualifikation
«Ich bin sehr stolz auf mein Team», sagte Coach Nora Angehrn. In der verkürzten Qualifikation hätten alle die Vorgaben umgesetzt und taktisch gut gespielt, führt sie aus. Dank einer starken 69-er Runde oder drei unter Par von Caroline Sturdza war die Basis für ein gutes Teamresultat schon am Morgen gelegt. Die Genferin schloss ihre Runde übrigens mit einem Eagle ab. Das brachte sie in der Einzelwertung bis auf den vierten Rang. Elena Moosmann startete mit zwei Birdies auf den ersten drei Bahnen furios, dann hatte sie eine ungewohnte Baisse mit vier Schlagverlusten in kurzer Zeit. «Danach zeigte sie ein sensationelles Comeback mit drei unter Par auf den Backnine. Und es wäre noch deutlich mehr möglich gewesen», kommentierte Coach Angehrn. «Bei mindestens vier Putts fehlte kaum ein Zentimeter, die wollten diesmal einfach nicht fallen», fügt sie zur 71-er Karte von Moosmann an. In der Einzelwertung ergibt dies übrigens ebenfalls ein Top-10-Resultat.
Als drittes von vier Tagesergebnissen zählt auch die 73-er Runde von Ginnie Lee. Die Lausannerin hatte zunächst grössere Probleme auf den anspruchsvollen Greens, dies etwa mit drei Schlagverlusten auf den ersten drei Bahnen. Auch sie kämpfte sich danach zurück, nicht zuletzt dank zweier Birdies auf den Schlussbahnen klassiert auch sie sich noch unter den 20 besten Juniorinnen in der Einzelwertung. 

 
Livescoring

 

 

EM der Juniorinnen - 2020